KulturKreis Duesseldorf
KulturKreis Duesseldorf

2014

 

Ökotrophologie-Ratgeber für Besucher Düsseldorfs

 

Essenratgeber für Gourmets

 

 

Nach der Diskussionsreihe: Gesund leben und alt werden des KulturKreisDuesseldorfs - KKD- im Sommersemester 2013, hier nun eine kurze Zusammenfassung ökotrophologischer Ratschläge, die man befolgen kann aber nicht unbedingt befolgen muss.

 

Jean Athrlmr Brillat-Savarin meinte, dass die Entdeckung eines neuen Gerichts mehr zum Glück der Menschheit beitrüge als die Entdeckung eines neues Sterns.

Der Autor überlegt, ob dies heute auch für die Entdeckung von Elementarteilchen gelten könnte.

 

Der Mensch ist, was er isst, sagte Ludwig Feuerbach in Anlehnung an den Ersteren.

Dis-moi ce que tu manges, je te dirai ce que tu es! Was aber isst er?

Nun, hier ist er endlich, der nichtambrosische

 

chemisch-physiologische Essensratgeber.

 

Hiermit kann man sich ohne Gewissensbisse auch und vielleicht besonders der Düsseldorfer Gastronomie und der Gastronomie in Düsseldorf widmen.

Vertraue man ruhig dem Autor. Der hält nämlich sein Gewicht seit Jahren konstant. Es ist ihm lediglich nicht gelungen, noch einen Meter zu wachsen. Und übrigens, wir leben im Zeitalter der programmierten Fehlernährung. Zum Glück wurde der Autor dank seiner hervorragenden Erziehung auf diesem Gebiet auf Geschmackspräferenz eingestellt, die metabolisch geprägt, immer wieder signalisiert:

 

gute Küche gibt es nur mit Butter und Sahne!

 

Der cantus firmus dieses Ratgebers: keine kontrapunktischen Hintergründe und keine polyphone Abschwächung. Der Autor kann auf Benediktbeuren des 12ten Jahrhunderts zurückgreifen und diabolisch auf die Diatonie von C. Orff verweisen.

Der Mensch isst, wie er ist. Er ist aber auch, was er isst. Und nunmehr: "Guten Appetit im internationalen Düsseldorf!"

 

Des Autors Vademecum der Ökotrophologie

 

Alkohol

Alkohol kommt in der Nahrung eigentlich sehr selten vor. Deswegen muss er zusätzlich eingenommen werden.

Allerdings sollte man nicht nach selbigem fragen, wenn man seinen Wein oder sein Bier hat. Die ab und an notwendigen Apéritifs, Digestifs usw. dienen vornehmlich bestimmten medizinischen Zwecken und nicht der Alkoholaufnahme.

Mit Alkohol kann auch nicht flambiert werden, sondern nur mit alkoholhaltigen Fruchtsäften wie Slivovitz (darf auch im Bogrács Gulyás verwendet werden), Grand Marnier (eignet sich zum Abspritzen eines soufflé glacé au Grand Marnier und wurde wahrscheinlich hierfür entwickelt), Maraschino ist ideal zum Abschmecken (nicht zu wenig nehmen) von Kirschstreusel.

 

Alkohofreie Getränke

Alkoholfreie Speisen gibt es nun wirklich genug. Alkoholfreie Schnäpse muss es deshalb nun nicht auch noch geben. Über alkoholfreien Wein wird seltsamerweise gestritten, und alkoholfreies Bier soll tatsächlich schon in großen - sehr großen - Mengen angeboten und auch tatsächlich genossen werden.

Der Autor kann hierzu nichts sagen. Diese Bereiche liegen außerhalb seiner Kompetenz, da er nie allein mit dem Auto unterwegs ist, ergo immer ein anderer fährt und deshalb für ihn keine Notwendigkeit besteht, hier "mitzumischen".

 

Backwaren

Nicht alles, was gebacken wurde ist auch ein Lebensmittel.

So zum Beispiel Tonwaren, die manchmal hörbar werden aber auch gebrannt wurden.

Die unter Lebensmittel fallenden Backwaren sollten aus Bäckereien und Konditoreien kommen, nicht aber aus chemischen Fabriken.

 

Bio-Produkte

Eine sehr interessante Variante (?) im Lebensmittelbereich. Es ist davon auszugehen, dass es bald keine anderweitig ausgezeichneten, gemeint ist natürlich ausgewiesen, Waren mehr geben wird. Bio-Eier, Bio-Gemüse und Bio-Obst sind schon in Ordnung. Bio-Wurst hat einen zweifelhaften Ruf, was nicht unverständlich scheint. Bio-Margarine wird auch sogar schon angeboten.

 

Ballaststoffe

Ballast verwendet man beim Fahren von Montgolfieren. Wenn so'n Ding nicht hoch geht - einfach abwerfen, den selbigen. Ansonsten ist er zu nichts nutze.

In der Nahrung dient er heutzutage hauptsächlich dazu, die Darmwände aufzuschaben und bei nicht ausreichender Fettaufnahme die Entwicklung ungeheurer Mengen Methan und sonstiger umwelt- und ozonschichtschädigender Gase geradewegs zu katalysieren. Deshalb rät der Autor hier zur Vorsicht. Ballaststoffe kommen z.B. auch in Nudeln Alfredo, Servietteknödeln oder Thüringer Klößen vor.

Falls die Menge zu gering ist, so gilt z.B.: bei halber Ballaststoffmenge die doppelte Menge essen. Also, statt eines Knödels oder Kloßes (als Zugabe empfehlen sich Rouladen, Gänsebraten usw.) zwei Knödel oder zwei Klöße.

Bei einem Viertel der notwendigen Menge halt vier Knödel oder Klöße usw. Hierfür wurde die Reihenrechnung vom Autor mit Erfolg in die Oekotrophologie eingeführt. Gilt aber nicht unbedingt für die Oenologie, da hier üblicherweise ausreichend dosiert wird. Aber, es gilt: ein Viertel geht immer noch 'rein!

 

Brot

Hier scheiden sich keine Geister. Brot geht immer – so sagen die Fachesser – nur muss es gut sein.

Bei uns stimmt dies zumeist. Es sind die kleinen Bäckereien, die unvergleichliche Gaumenfreuden bieten. Die großen Bäckereiketten liefern (Qualität gem. DIN/EN 9000ff) zumeist nichts Außergewöhnliches, keine Besonderheiten, allerdings sind bisher auch keine Todesfälle bekannt geworden.

 

Cholesterin

Beim Cholesterin ist es gerade umgekehrt wie bei den Vitaminen. Die einen sollen noch zusätzlich verzehrt werden, obwohl sie nicht schmecken und die Nahrung damit ohnehin schon völlig übersättigt ist, und Cholesterin soll nun nicht nur gemieden, (0-Geschäft) sondern zusätzlich noch durch einen Cholesterinsenker behandelt werden (Milliardengeschäft).

Das ist dummerweise besonders schwierig, da ja der menschliche Organismus fehlendes Cholesterin sofort wieder synthetisiert.

Deshalb gilt: "schlechtes" Cholesterin ist das natürliche, "gutes" Cholesterin ist das, was man mit Cholesterinsenkern behandelt werden kann.

Dass die Herzinfarktraten anstiegen, als man Margarine statt Butter propagierte, ist einfach nur eine Widerwärtigkeit der Natur.

Bei Cholesterinmangel gilt:

Harzer Käse schmeckt mit Schweineschmalz hervorragend.

Mit Gänseschmalz kann toll gebraten werden.

Die drei Frühstückseier pro Person kann man mit Käse aufbacken und mit durchgebratenem Schinkenspeck garnieren (mindestens fünf Scheiben pro Kopf). Œufs en gelée immer mit schwarzen Trüffeln garnieren.

Russische Eier und Soleier stets beim Biertrinken bereithalten, und übrigens, nagisi kofta sollte auch nicht abgelehnt werden.

 

Diäten

Der Autor ist auf diesem Gebiet bewandert und Kenner diverser Klosterküchen.

Wäre er nicht verheiratet, so würde er die 8924 Kcal-Diät der Dominikaner anwenden. Überhaupt lässt sich aus Klosterküchen, besonders derjenigen der Scholastik, diesbezüglich enorm viel zum Thema Diäten entnehmen.

Zum Beispiel durfte der Fastende kein Schweineschmalz essen. Lediglich Butter war erlaubt. Rind und Schwein waren an Fastentagen natürlich verboten.

Da Gänse, Truthähne, Enten usw. aber erst einen Tag später erfunden wurden, durften diese selbstverständlich an Fastentagen verspeist werden.

Wein war strikt verboten. Bier war selbstverständlich erlaubt. Ebenso das Wasser (hier ist zu bedenken, dass zu dieser Zeit Wasser identisch mit Trauben- und Fruchtsäften war, da das Wasser keinen besonderen Anspruch auf Keimfreiheit hatte).

Niemals durfte man aber einem Gast (passierte fast täglich in den Klöstern) den Anblick fastender Insassen darbieten und zumuten - ergo musste die Fastenzeit unterbrochen werden.

Brot gab es natürlich immer (täglich mehrmals), und zwar in nicht unerheblichen Mengen, da ja geschrieben steht:

panem nostrum quotidianum .....

So ergab sich dann, dass Thomas von Aquin als Erfinder der Nierentische (skandinavischer Chic der 60er) gelten kann. Denn nach Herstellung eines solchen, sollte es ihm wieder vergönnt gewesen sein, bei Tisch endlich wieder in die Nähe seiner Mitbrüder zu gelangen.

Diäten sollte man vornehmlich in England antreten (wegen der geringen Ablenkungsgefahr). So hatte doch Madame LeRoy (anscheinend nach einem längeren Aufenthalt in Großbritannien und auch in den USA?) auf die Etiketten ihres Richebourg vermerken lassen (in rot und quer d'rüber):

Interdiction d'exporter aux U.S.A. et en U.K.

 

Eier

Sollten immer im Hause sein. Zum Beispiel zum Bier in Gestalt von Soleiern oder zur Herstellung von Omeletts beim Wein trinken.

Es ist allerdings nicht mehr opportun in Opernhäusern bei gewissen Aufführungen mit selbigen zu werfen und seien sie noch so faul.

Diese feine Publikumsbekundung wurde 2013 im Düsseldorfer Opernhaus leider nicht in ausreichendem Maße ausgeführt. Aber, die Sänger sind eigentlich unschuldig, frönen sie doch nur dem schnöden Mammon.

 

Enzyme

Enzyme "machen" richtig Sinn. So ist es dank dieser möglich, Lammrücken im Kräutermantel, Heilbutt in der Salzkruste zu verspeisen, Château Cheval Blanc 1941, Geisenheimer Mäuerchen 1976 usw. zu trinken. Vor allen Dingen im Bereich der Pâtisserien leisten Enzyme beträchtliches.

Der Autor empfiehlt Pâté brisé et paté sucré, Crêpes suzette, Fleurons, gebrannte Mandeln, türkischen Honig usw.

Bei Enzymunterversorgung können eingenommen werden:

Leber Berliner Art oder geschnetzelt mit Berliner Weiße, Rognon de veau (mit weißen Trüffeln) und Inferno oder Brunello, Saure Nierchen mit Kartoffelpüree und zwei bis drei Altbiere, bei Sauren Lüngerln besser Weizenbier, gebratene Schweinsleber mit Zwiebeln, Apfelscheiben oder Kren aber keinesfalls mit zu wenig Budweiser oder Paulaner.

 

Farkstoffe

In Lebensmittel unbedingt notwendig. Muss man doch Blaubeeren von Eisbähren, alleine schon wegen der Phonetik, unterscheiden können.

Farbneutrale Erdbeeren, Radischen, Äpfel, Birnen, Mangos usw. wären doch ein Gräuel. Deshalb hat die Evolution für uns Essende hervorragendes geleistet.

Das Anfärben von Speisen sollte man ruhig, alleine wegen der hierbei erzielbaren Schönheiten, machen.

Zum Beispiel mit Rote Beete, mit Spinatsaft, mit Safran, mit Paprika aber niemals – niemals und noch einmal niemals mit synthetischen Farbstoffen.

 

Fast Food

Hier handelt es sich doch manchmal tatsächlich um "schlechtes Englisch". Gemeint sind wohl "quick feet", die man benötigt, um selbige Etablissements entsprechend schnell auf denjenigen verlassen zu können, falls man ein solches betreten musste. Zum Beispiel, um das Ende eines Unwetters abzuwarten.

Der Autor empfiehlt in einigen Fällen Burger (zum Tennisspielen), Brötchen (nicht an Tauben verfüttern, die vertragen sie nicht) zum Diskuswerfen, pommes frites (zum Spielen in der Badewanne), weil sie so gut schwimmen, Kaffee (zum Selbstverbrühen oder zum Verbrühen von Nachbarn), da sich hier enorme Streitwerte aufgebaut haben, und die dortigen Stippen (nicht mit Saucen zu verwechseln) nach Bekleckern von Hosen und Blusen als Waschmittel-Testmaterial.

 

Fette (siehe auch Lipide)

"Sein Fett (gesundes) weg haben" ist der Wunsch fast eines jeden Menschen. Das war der Beginn der Margarine.

Es gibt wohl kein großtechnisch angewandtes Chemieverfahren, das nicht auch bei der Herstellung von Margarine zum Einsatz kommt. Aber keine Angst, die "food designer" tun ihr Möglichstes.

Die Konsistenz und die Farbe haben sie auf jeden Fall schon im Griff. Der Autor kann Ihnen keinen Anwendungsfall für Margarine angeben, für den Butter nicht mindestens (eigentlich besser) ebenso geeignet wäre.

Bei Fettmangel rät der Autor vor allen Dingen zu crème caramel, mousse au chocolat, crêpes, Tusnelda, Florentiner und ganz besonders zu Marzipan und Schwerstollen (dient zum Verstecken selbigens).

 

Fisch

Hier gilt ähnliches wie beim Fleisch.

Kugelfische stehen allerdings seltener auf den Karten unserer lokalen Restaurants. Für eventuelle Nachlässe in unseren Regionen sind sie also ohne weitere Bedeutung.

Fischgerichte sind vornehmlich beliebt, sobald man sich vor Augen führt, dass Fische schwimmen müssen.

 

Fleisch

Je abstruser die Produktion, desto teurer das Gericht.

Wohlgemerkt, man kann zeigen, dass man über Geld verfügt (hatte). Was interessieren hier schon Nährwert und Herstellungsverfahren.

 

Gebäck

In Deutschland, allerdings auch im Ausland, sind dies wunderbaren kleinen “Schweinereien“, die sofort in die Problemzonen eingelagert werden, extrem beliebt.

 

Gelatine

Wurde lange Zeit wegen “BSE“ abgelehnt und durch Algenprodukte ersetzt.

Nun ist es so, dass zum koscheren Essen auch die Schweinefleischfreiheit gehört. Durch die DNA-Analyse von Gelatine, konnte nun nachgewiesen werden, dass weder das eine noch das andere in vorhanden war. Also, weiter wie früher auch.

 

Geschmack

Nun ja, der ist extrem relativ. Geschmack hat nichts mit dem Geldbeutel zu tun. So schmecken Buletten (nicht Burger), Currywürste, Saumon à l'oseille usw. immer dann, wenn man Appetit darauf hat.

Wie relativ Geschmack ist, erkennt man schon daran, dass sich Milliarden Fliegen sehr wohl irren können.

Es zeugt auch nicht von Geschmack, wenn man Oliven in den Martini tut. Das ist nämlich ein Cocktail und keine Gemüsesuppe.

Sherry passt eigentlich auch nicht auf Melonen, die mit Schinken zugeworfen wurden, und Gin gehört genauso wenig in Tomatensuppe wie die albernen Sahnehauben oben darauf.

Dagegen empfehlen sich Kürbissuppe nach Bocuse mit einem Riesling oder einem Silvaner, oder einem Weißburgunger, oder einem Grauburgunger, oder mit allen “Roten“.…. Frankfurter Würstchen mit warmem Kartoffelsalat und Radler, Leberknödelsuppe mit Schnittlauch vor einem Miesbacher, wenn man Weißbier dazu trinkt, Königsberger Klopse zu Pilsner, Tafelspitz mit Schnittlauch und Apfelkren zu einem Heurigen oder besser noch zu mehreren (einer ganzen Reihe). – alle anderen Österreicher sind auch sehr geeignet.

 

Geschmacksverstärker

Geschmacksverstärkende Wirkung haben schöne Gläser, wunderbare Service, tolle Einrichtungen, wunderschöne Tischdekos.

Die sogenannten Geschmacksverstärker in Lebensmittel sind, falls synthetisch hergestellt, unbedingt abzulehnen. Natürliche Geschmacksverstärker sind zum Beispiel Fette, Zucker usw. Empfehlenswert sind hier Schweine- und Gänseschmalz, Butter, Crème Fraîche, Olivenöl usw.

Erfreulich, dass Glutamate keine Wirkungen in Wein und Bier zeigt. Also, es geht doch!

 

 Gute Küche

………mens sana in corpore sano.

Nach Beachtung der hier angegebenen Regeln kann nichts Unvorhergesehenes passieren. Die meisten Düsseldorfer Restaurants wissen schon, wie man kochen könnte. Die anderen gibt es nicht mehr.

Man genieße Speis' und Trank, und beherzige, dass der Wahlspruch

Tue es regelmäßig, aber unmäßig

unter Umständen zu Gewichtsproblemen führen könnte.

Es ist vielfach opportun immer Gemüse, Obst und Salate zu sich zu nehmen.

Als Beispiele mögen dienen:

Kresse-Rahmsuppe, Sauerampfer-Rahmsuppe, Krebse in Dill, Erbsensuppe mit Bauchspeck, Weinblätter mit Lammtatar gefüllt, überbackene Auberginen auf Rinderfilets, Sauce béarnaise, Canard à l'orange, Elsässer Sauerkraut mit Kassler, Bayerisches Kraut mit Regensburgern, Rinderrouladen mit Rotkraut usw.

Lieblingsobst des Autors: Kastanien, Erdnüsse und Macadamias (letztere leicht gesalzen).

 

Gute Küche

Meist steht unter großen Schildern, die solche ankündigen, als weitere Warnung, dass der Chef selbst kocht. Der Autor empfiehlt, nach einem Restaurant zu suchen, das schlechte Küche ankündigt (siehe auch Gute Laborpraxis!).

 

Hormone

Die gefährlichsten “Hormone“ sind die, die sich wegen der Hefen während des Bier-Brauens bilden.

Diese “Östrogene“ sind nämlich die eigentlichen Verursacher von "Bierbäuchen". Das sollte Grund genug sein, endlich hiergegen etwas zu tun – zum Beispiel öfter auch (ein?)mal Wein trinken.

Besonders geeignet sind hier die Rotweine aus Italien (nicht so schwer wie die Burgunder), aber bitte nicht zu alte, und Ahr- und Naheweine, Bordeaux, Schweizer, Kalifornier, Südafrikaner, Chilenen, Argentinier und auch Österreicher. Sollten hier Fälle von Vergessens oder Übersehens vorliegen, die dann natürlich auch.

Von den roten Weinen die Trollinger und die Spätburgunder aus Franken, von den Weißweinen sind besonders die Rheingauer, Rheinpfälzer, Rheinhessen, Mosel, Franken usw. hormonfrei. Die Unstruter Essigwurze sind ebenfalls im Kommen. Der immer noch, und zwar ständig hochgelobte Château d'Yquem kann gegen eine Franken-Trockenbeerenauslese oder einen Tokaj aszú - ab 4 Puttonos - ausgetauscht werden.

Hormonmangel kann mit Djudje oder Kalbfleisch ausgeglichen werden. Dieses am besten mit Gorgonzola und Sahne überbacken.

Fleisch testet man auf ausreichenden Hormongehalt durch Anbraten. Hierbei muss es gewaltige Mengen Wasser abspritzen, mindestens auf Bruchteile zusammenschrumpfen, und eigenartige Gerüche kann es auch vielfach schon von sich gegen.

 

 

Junk Food

Hierunter sind alle kaubaren Substanzen zu verstehen, die bei Verfütterung an Primaten in zoologischen Gärten zum sofortigen Verweis (Rausschmiss) auf Lebenszeit führen.

 

Kalorien und Kilokalorien

Hierbei handelt es sich um ordinäre Brennwerte, die vor und nach dem Essen unter Zuhilfenahme eines Bombenkalorimeters ermittelt werden (physiologischer Brennwert).

Zum einen ist die Nahrungsverwertung probandenabhängig und zum anderen hat sich gezeigt, dass mit Aufkommen gewisser Fast Food-Produkte Nahrung (Nahrung ist nur rein rhetorisch gemeint) schlechter in den Menschen hineingelangt als sie wieder herauskommt.

Nur um uns die Schweinshaxen, den Sauerbraten, die Thüringer Klöße, den Wein und das Bier noch mehr zu verleiden, gibt man diese Brennwerte nunmehr in Joule an. Das zwingt dazu, ein noch schlechteres Gewissen zu entwickeln, da die jetzt angegebenen Zahlen ganz erheblich höher sind.

Ein möglicher Lichtblick ist nun, dass der Autor seit längerem an Gerichten arbeitet, die beim Kauen mehr Kalorien verbrauchen als sie eigentlich haben.

Bei Kalorienmangel empfehlen sich:

Crispy Duck, Erbsensuppe mit Eisbein, Filet de bœuf Richelieu, Reibekuchen (auch bekannt als Kartoffelpuffer oder Reiberdatschi, besonders große kennt man als Pillekuchen), geschmorter Schweinsbraten mit Kapern und vor allen Dingen Buttercrèmetorten und Sahnetrüffeln.

 

Kohlenhydrate

Diese finden in der Industrie vielfach Anwendung – besonders auch in der Lebensmittelindustrie.

Cellulose hat in der Küche überragende Bedeutung zur Herstellung von Papier für Speisenkarten.

Stärke hingegen ist ein wertvoller Stoff in der Küche (Thüringer Klöße, Bayerische Semmel"n"knödeln), aber nicht zum Andicken von Saucen!

Und zur Herstellung von Brot, Brötchen, Baguettes usw., usw. Es geht Nichts über ein wohlschmeckendes Brot.

Auf Zucker sollte man in einigen, meisten Fällen verzichten, z.B. bei Bier und Wein. Das heißt nun nicht, dass Weine bis zur Arabinose heruntervergoren werden müssen. Homöopathische Zuckerdosen sind auch nicht opportun. Aber, das ausgewogene Verhältnis von Zuckern zu Säuren das macht die Zuckergehalte im Wein so unübertrefflich. Geradezu süchtig.

Vorsicht bei den bekannten Kartoffelknödeln aus der Tüte. Die erinnern einfach zu stark an derivatisierte Cellulosen (Tapetenkleister).

Wertvolle Kohlenhydrate finden sich z.B. in der Pizza, Gnocchi in Salbei-Sahne, Fettucine, Lasagne, Cannelloni, Kashmiri Nan, Lachedar Nan, Guglhupf, Dampfnudeln mit Vanillesauce, Zwetschgendatschi, Palacsinták Barackizzel, Caldo Verde, Rhabarber mit sauce à la vanille (mit Puderzucker überstreuen und mit Weinschaum dekorieren) und ähnlichen Produkten. Von Yorkshire-Pudding mit brown bread rät der Autor dringend ab.

 

Konservierungsstoffe

Sie sind vielfach gar nicht notwendig. Kauft man seine Produkte frisch ein, so isst man sie auch wahrscheinlich stets direkt auf, da man weiß, dass solche Gerichte am nächsten Tag nicht mehr frisch sind und auch deshalb schon keinen geschmacklichen Hochgenuss mehr bieten. Das gilt natürlich nicht für den Sauerbraten, den Eintopf und auch den Grünkohl sowie alle anderen Kohle.

Konservierungsmittel sind also nur dann vonnöten, wenn Gerichte nicht munden Die müssen dann konserviert aufbewahrt werden, um später dann endgültig entsorgt zu werden.

 

Light Produkte

Speisen dieser Gruppe, von nicht unbedingt in der Natur vorkommenden, herunterschluckbaren Substanzen, sind während und nach Krankheiten nicht anzuraten.

Da man sich eigentlich stets und auch ständig im Stadium nach einer Krankheit befindet, sollte reichlich überlegt werden, ob entrahmte Milch, “entfettete“ Butter oder ähnliches wirklich ratsamer ist als ein Filet de bœuf café de Paris mit Haricots verts und Pommes dauphinois oder einer Scholle Finkenwerder Art mit Pommes soufflé und vorher Consommé double.

Something to start with: Pâté de foie gras oder aber auch Foie gras naturel. Hierzu empfiehlt der Autor einen Riesling und zur Scholle dann einen Mersault (Sançerre geht auch). Für "hinterher" einige Crêpes aux griottes flambées.

Übrigens, 100g Schokolade bringen auch 100g auf die Waage – gleich ob Light-Schokolade oder tatsächlich die richtige, schmeckende, wohlmundende und tatsächlich auch noch natürliche Schokolade.

 

Lipide (siehe auch besser nicht Fette)

Dieses Wort wurde wohl nur erfunden, um den Begriff Lipidsenker anwenden zu können.

Es kommt nicht daher, dass die Fette erst über die Lippen kommen, ehe sie im Magen landen. Lipide werden dann interessant, wenn sie synthetisch wiedererstellt wurden (Margarine) und neue, eigentlich in der Natur nicht vorkommende Fettsäuren enthalten. Und Butter schmeckt doch wirklich besser – oder? Eine Sauce béarnaise mit Estragon-Margarine beschmutzt, würde zur sofortigen Entlassung des Kochs führen.

Bei Lipidmangel empfiehlt der Autor Lamb Vindaloo, Murgh Pakora, Eisbein mit Sauerkraut, Schweinshaxe mit Blaukraut, Cervelatwurst mit Peperoni, noisettes de porc aux pruneaux und danach natürlich Soufflé au Grand Marnier, Crêpes soufflé au citron usw.

Bei Überdosierung von Lipiden (also sicherheitshalber) muss sofort mit Eau de Vie de Marc de Cidre, Aquavit, Martell Extra, Allasch, Averna, Schierker Feuerstein, Ramazotti o. ä. behandelt werden. Auf jeden Fall sollte noch eine Espresso- oder Mokkanachbehandlung erfolgen. Für die, die es vertragen und tatsächlich auch mögen, eignet sich hierzu (höchstens einmal pro Monat, besser pro Tag.) die Davidoff No. 1 oder die Château d'Yquem (siehe hierzu auch Enzyme).

 

Mangeldiäten

Wenn man aufpasst, kann so etwas eigentlich nicht passieren. Der Autor jedenfalls hatte diesbezüglich noch nie Probleme. Falls wirklich eine Mangeldiät durchgeführt werden sollte, so empfiehlt der Autor die Senf-Aprikosen-Diät - unter Aufsicht erfahrener Sauciers und Pâtissiers. Hierbei darf alles, und zwar in gewünschter Menge gegessen werden - bis auf Aprikosen und Senf.

Das ist hart, wenn man bedenkt, wie gut Senf beim Bier zu kalten Schweinekoteletts oder Buletten, Klopsen, Fleischpflanzerln, Frikadellen schmeckt. Auch auf den Düsseldorfer Senfrostbraten muss verzichtet werden. Soleier dürfen nicht gegessen werden. Auch der in Wurzelsud gedünstete Schellfisch mit Senfsauce ist tabu. Man erkennt: eine wirkliche Mangeldiät.

 

Mindesthaltbarkeitsdatum

Ein äußerst wichtiger Zeitpunkt, gibt er doch an, dass dieses Lebensmittel zu diesem Termin höchstwahrscheinlich noch völlig in Ordnung ist.

Zum Glück für die Produzenten sind die Verbraucher sehr “vorsichtig“ und werfen solche Produkte sicherheitshalber sofort auf den Müll.

Eine lohnende Maßnahme für den Kreislauf des Geldes.

 

Mineralstoffe

Diese Substanzen nimmt man am besten aus Bier oder Wein auf. Sie liegen hier in der äußerst günstigen, nämlich gelösten Form flüssig vor und können sehr einfach appliziert werden.

Die Anwendung sollte ausschließlich oral erfolgen. Äußerliche Anwendungen wie Haare waschen sind Missbrauch geistiger Getränke, und baden sollte man besser auch in Champagner (Achtung, Erstickungsgefahr durch aufsteigende Kohlensäure) und nicht in Bier.

Das eben Gesagte gilt genauso für Wein. Besonders bei der äußerst unangenehmen Mangelkrankheit Oenämie hilft ein Viertele schon ganz beträchtlich.

Als nach 1945 mit gewaltigen Mengen Kochsalz (es gab keine Gewürze) gebraten, gebrutzelt und gekocht wurde, gab es übrigens kaum Hypertoniker.

Die im Lebensmittelbereich ach so notwendigen Kationen finden sich ebenfalls - sogar in entsprechender homöopathischer Konzentration - in Smaragden, Rubinen, Saphiren usw. Lediglich der Brillant ab 1 Karat in der bekannten CCCC-Qualität führt ohne nachweisbare Kationenanteile bei der Übergabe, selbst an die vollemanzipierte Weiblichkeit daselbst zu wahren Serotoninausschüttungen.

 

Nahrungsergänzungsmittel

Des Autor beliebteste Ergänzungsmittel zu den Speisen sind natürlich die Weine. Man schaue hierzu unter dem Önologie-Ratgeber nach.

Die, vornehmlich in Drogerien und ähnlichen Etablissements angebotenen “Nahrungsergänzungsmittel“ erhöhen Umsatz und Rendite der jeweiligen Produzenten, verringern das geldliche Vermögen der Käufer, schaden zum Teil den Anwendern in nicht unbeträchtlichen Maßen und produzieren im wesentlichen nichts Weiteres als teurere Fäkalien – geben aber manchen Anwendern das unbedingte Gefühl etwas für die Gesundheit getan zu haben.

 

Naturprodukte

Naturprodukte sind alle die Produkte, die die Natur hervorbringt und die ohne chemische und biologische Einwirkungen in den Handel kommen.

Lediglich mechanische Einwirkungen sind erlaubt.

Also, nicht die trittfesten, geschmacksneutralen Tomaten aus gewissen Treibhäusern, nicht die Kohlrabi aus bestimmten Berggegenden und schon gar nicht gewisse Spargel.

Tomaten reifen im August, Steinpilze lassen sich ab September suchen, Spargel wird von April bis Ende Mai gestochen, Grünkohl erntet man im Winter nach dem ersten Frost (Tiefkühlen allein reicht nicht).

So gilt es in Deutschland.

Nicht aber glücklicherweise für Europa – unserem Vaterland. Man erntet heimische Spargel in Spanien, heimische Zitronen in Italien und bekommt sie quer durch Europa binnen weniger Stunden geliefert.

Matjes gibt es im Juni, Lachs schmeckt nicht nach dem Laichen usw. usw. So hat doch der Chef (für Progressive die Chefin) dafür gesorgt, dass das ganze Jahr über immer wieder frische Ware auf den Tisch kommen kann. Und vor allem abwechslungsreich! Immer etwas anderes, immer anders schmeckend – sind es doch Naturprodukte.

Wie gern würde der Autor einen Apfel mit Wurm teilen, würde er sehen, dass die Milch sauer wird, dass Margarine ranzig wird, nur damit er erkennt, dass es sich auch hier um Naturprodukte handeln könnte.

Bei Naturprodukten dürften lediglich solche Manipulationen durchgeführt werden, die die Stoffe ausschalten, die die Pflanze zu ihrem eigenen Schutz produziert und die für Menschen gefährlich werden können (Psoralen, Solanin, Senföl usw.)

Naturprodukte sind zum Beispiel:

Bier (nicht unbedingt aus Belgien oder den USA) und

Wein (enzymatische Vorgänge gehören zur Natur).

Ist es nicht schön, dass der Alkohol bei oraler Parentation schon im Getränk vorhanden ist und nicht erst in uns erzeugt werden muss?

Der Autor kann die folgenden Naturprodukte empfehlen:

Austern fin de clair, Carpaccio vom Lachs oder Stör, Giginha (wegen der lediglich mazerierten Kirschen).

 

Nudeln

Sie bestehen im Wesentlichen aus Mehl (welches), Wasser (welches) und Salz (welches). Nur der Anfänger, der Unwissende, der Unbelehrbare usw., usw. glaubt hiermit auskommen zu können.

In früheren Zeiten setzte man lediglich Weizenmehl (versch. Art) ein. Dann Dinkel, dann Soja und es wird so weitergehen. Auch der Einbezug von Eiern hilft nicht.

Nein, auf keinen Fall. Geht es doch hier um Pasta und deshalb schaue man unter Pasta nach.

 

Pasta

Und Pasta heißt Teig. Deshalb der Blick zu unseren Landsleuten nach Italien.

Pasta Integrale, so muss man wisse, heißen alle Vollkornnudeln, Entschuldigung - Pasta.

Der Erfindungsreichtum unserer italienischen Landsleute ist wahrlich fast grenzenlos. Man verwendet doch tatsächlich alles, was wie ein Korn aussieht, mahlt es und verarbeitet es zu einer ganz bestimmten Pasta (Nudel).

Zum Beispiel Pasta cinque cereali. Wahrscheinlich alles Mahlbare ist hier drin. Es muss allerdings angeführt werden, dass ein Italiener niemals etwas nehmen würde, das nicht ein vorzügliches Geschmackserlebnis bieten würde.

Um alles dies zu erforschen und zu genießen, sind verschiedene Aufenthalte in Italien unbedingt von Nöten, kann man doch dann noch einen Solchen, mit seinem “Italiener“ in Düsseldorf fachgerecht diskutieren.

Leider hilft dies noch nicht weiter. So muss natürlich fundierte Kenntnis auch betreffs der Form einer Pasta (Nudel) dargelegt werden.

Eine Pasta (Nudel) mit der Endung –elle, zeigt an, dass es sich um eine breite ausgewalzte Pasta (Nudel) handelt. Bei zum Beispiel –ine und um eine kleine….

Hier Weiteres nicht mehr. Man besuche “seinen“ Italiener, spreche mit ihm, speise bei ihm, und falls man noch keinen haben sollte, so schaffe man sich umgehend einen an.

 

Proteine

Hiervon gibt es ausgesprochen schmackhafte Exemplare. Zum Beispiel das schon von Rossini entwickelte Tournedo, das Filet de bœuf Stroganoff, das Schnitzel Holstein, den Rheinischen Sauerbraten, die Thüringer Bratwurst (Vorsicht, enthält bei manchen Lieferanten auch Kohlenhydrate), die Weihnachtsgans, den vom Rost kommenden Loup de mer mit Sauce choron, die Lotte mit Sauce béarnaise, auch den Matjes mit Zwiebeln (enthalten zwar Kampfstoffe - aber wenigstens natürliche), Popettone, Arrosto di maiale al latte usw. Von Haggies rät der Autor ab.

 

Salate

Eine vollwertige Nahrung für Top-Models, Vegetarier und Veganer, sagen diese. Hier sollte man unbedingt, auf keinen Fall auch nicht vergessen, dass es sowohl Fleischsalate, Wurstsalate, Hummersalate Käsesalate mit Schinken als auch Eiersalat mit viel Fleisch und viel Schinken usw. gibt.

Salat à la Caesar ist eine wunderbare Salatkreation. Noch besser, so hört man, sei sie, wenn der Romanasalat und der Radicchio durch kalte Koteletts oder Rinderfilets ersetzt würden.

 

Salz

Eine sehr wichtige Substanz. Kochsalz, als NaCl in aufgeklärten Verbraucherkreisen bekannt, gibt nicht viel her. Zwar benötigt der Mensch so ca. 3 Gramm pro Tag davon, kann aber nicht zum Nachweis für wohlhabend sein oder gar reich. Deshalb ist es angebracht, entsetzlich teure Salze aus dem Himalaya, irgendwelchen Meeren oder demnächst vom Mond importiert, seinen Gästen mit dem Hinweis anzudienen, selbiges demnächst eigenhändig abzubauen.

 

Saucen

Eine Sauce war und ist immer noch ein organoleptisch hervorragendes Ereignis. Eine Soße hingegen ist mit Vorsicht zu genießen, vielleicht sogar vorsichtshalber sofort abzulehnen.

 

Spurenelemente

Dieser Begriff wird vielfach falsch interpretiert. Spurenelemente sind keinesfalls Elemente, die in sogenannten Spurenelementtabellen zusammengefasst wurden, dann aber grammweise, und zwar täglich eingenommen werden.

Hierdurch produziert man lediglich einen teuren Urin und hilft zuweilen seinen Ärzten zu ungeahnten Vermögenszuwächsen. Es ist allerdings gut für die Lieferanten.

Man denke immer daran, Quecksilber als Spur ist in Ordnung. Getrunken nicht, da ein Liter Quecksilber 13,6 kg wiegt und sicherlich, abgesehen vom hohen Preis, mindestens schwer daran zu tragen ist.

Spurenelementkonzentrationen lassen sich leicht auffüllen mit: Châteu Mouton, Dürkheimer Feuerberg, Lugana, Randersackerer Ewig Leben, Fendant, Barolo, Budweiser (nicht aus den USA), Schumacher, Schlüssel, Füchschen, Uerige, Kürzer, Gulasch u.ä.

 

Süßstoffe

Espresso mit Aspartam (synth. Dipeptid und deshalb erst einmal abzulehnen) schmeckt nicht so gut wie mit unserem Zucker.

Ganz schön raffiniert, dass man von Zucker eigentlich nicht zunehmen kann. Der Organismus speichert in der Tat lieber Fette und baut als erstes die Zucker ab.

Mit Aspartam, Saccharin und allen anderen Süßstoffen kann man keine Baiser herstellen, nicht glacieren, nicht karamellisieren - also ist der Einsatzbereich klar: nur für Zuckerallergiker geeignet. In diesen Fällen keinen Canadou einsetzen sondern nur den weißen Jahrgangsrum von Barbados.

 

Suppen

Man kennt den Suppenkasper. Da man heutzutage viel über Suppen in gewissen Restaurants erfahren kann, rückt der Verdacht nahe, dass der Suppenkasper ein Gourmet war.

 

Teilchen

Es handel sich hierbei um speziell hergestellte Gebäcke. Also, nicht um von anderen, größeren Gebäcken abgebrochene oder abgefallene Stücke oder sogar Stückchen.

Man kann so etwas durchaus empfehlen.

Der Autor empfiehlt: Amerikaner, Florentiner, Bienenstiche aber keine Negerküsse. Die heißen jetzt anders..

 

Trennkost

Hierbei handelt es sich wohl um die Kost, die man getrennt einnimmt. Zum Beispiel bei Ehekrächen. Besonders geeignet sind dann Salate und Nudelaufläufe für die Damen sowie Rognon de veau und Lammrücken mit Kräutern für die Herren.

Dass man ansonsten seine Kost getrennt isst, sollte wohl klar sein. Wer packt schon seine Sabayone auf ein Scaloppina di vitello oder einen Loup de mehr mit Sauce choron auf Linzer Torte? Deshalb immer darauf achten, dass nach einem Fischgang erst zum Beispiel ein Sorbet citron au champagner serviert wird, bevor es mit einer Canard à l'orange weitergeht. Hiernach dann die Cosciotto d'agnello mit einer Portion Fragole ghiacciato abtrennen. Niemals mischen!

 

Vegetarische Kost

Die vegetarische Kost führte wohl maßgeblich dazu, dass zur Bundestagswahl 2013 die “Grünen“ gewaltige Wählerstimmeneinbußen zu verzeichnen hatten.

Deswegen, nicht übertreiben.

Man sollte sich auch keine Gedanken darüber machen, eventuell den Tieren das Essen weg zu genießen.

 

Vitamine

Vitamine schmecken einfach nicht. Lediglich L-Ascorbinsäure eignet sich in geringem Umfang zum Sauerstellen von Salaten.

 

Vitamin A

Selbiges und Provitamin A wird in ziemlich großen Mengen genossen (falls man das sagen kann).

Dabei gucken wir doch schon mit Lichtgeschwindigkeit. Deshalb ruhig einmal die Karotten kräftig kochen und mit Kartoffeln stampfen (die Prise Muskat nicht vergessen!).

Hauptvorkommen von Vitamin A ist die Leber von Schlachttieren. Das liegt daran, dass man Vitamin A wegen seiner Toxizität nicht im Humanbereich anwenden darf. Damit die Pharmabetriebe nun keine Umsatzrückgänge verbuchen müssen, blieb nur dieser Umweg.

Um Überdosierungen zu vermeiden, empfiehlt der Autor Koo Loo Yuk mit Mohrrübenstreifen, Ho bak Kuk, Borschtsch, Leipziger Alleilei (die Mendelssohn-Variante) und natürlich Rübli-Torte. Mutton Broth allerdings nur dann, wenn Teltower Rübchen verwendet werden.

 

Vitamin B-Grueppe

Sie (wasserlöslich) kommen im Bier vor. Deshalb heißt es wohl auch Vitamin B.

Da Bier während geschäftlicher Besprechungen oder politischer Beratungen vielfach angewandt wird, spricht man offensichtlich davon, "Vitamin B zu haben".

 

Vitamin B1

Neben dem glücklicherweise Vorkommen in Hefen, tritt Thiamin auch in Kartoffeln auf. So bei Mangelerscheinungen (kann sich durch erhebliches Hungergefühl bemerkbar machen). Hier sei schon auf Bratkartoffeln mit Speck, Lauch und Zwiebeln hingewiesen sei. Natürlich müssen diese mit etwas Estragon abgeschmeckt werden. Oregano kann auch genommen werden (solange er frisch ist). Der Autor legt aber ganz besonders den Einsatz von Kreuzkümmel nahe.

 

Vitamin B2

Neben dem Vorkommen in Hefen tritt Riboflavin erfreulicherweise in Erdnüssen auf.

Es ist ja wohl jedem Vitamin B-Kenner bekannt, dass diese prächtig zu Bier passen. Aber bitte nicht salzen, sondern nur frische Erdnüsse knabbern. Man glaubt nicht, wie gut ein Heringssalat schmeckt, der mit frischen Erdnüssen versehen wurde, besonders wenn es hierzu Pellkartoffeln gibt oder gar Bratkartoffeln mit Speck, Zwiebeln und Schnittlauch.

Erdnussschalen sollten früher niemals in Aschenbecher geworfen werden. Heutzutage gibt es keine mehr. Also, auf den Boden. Wunderbar!

 

Vitamin B6

Auch hier gibt es wieder eine Reihe Vertreter. Wichtig ist, dass diese Pyridiniumverbindungen wiederum in Bierhefen vorkommen.

Das Vorkommen in Holunderbeeren, Vollmilch und Backpflaumen ist zum Glück gering, so dass hierauf nicht zurückgegriffen werden muss. Um die Dosen zu erhöhen (besonders nach Genuss der bekannten Soleier), kann geräucherter Lachs (mit aufgeschlagener süßer Sahne und frischem Dill), Hering (Matjes mit Schalotten und einem Hauch Sherry) usw. eingenommen werden. Zum Glück passt so etwas vorzüglich zum Bier.

 

Vitamin B12

Unsere Hefe ist nicht nur arm an Cynocobalamin, sondern sogar frei davon. Nun ist es aber so, dass diese Substanz 'mal wieder Hervorragendes in der Aufzucht von Jungtieren leistet. Auch regt es die Legefreudigkeit von Hennen kräftig an.

Also, damit kein Vitamin B12-Mangel auftritt, beim Biertrinken immer Soleier (nie den Düsseldorfer Mostert vergessen, keine parfümierten Essigsorten verwenden!) parat haben. Oder aber Brathähnchen verspeisen (mit Paprika und Thymian abgerieben und kross gebraten), wozu sich Pommes frites hervorragend eignen.

 

Vitamin C

Mindestens 3g pro Tag und Einwohner, meinen viele, den Pharmakonzernen nahestehende Fachleute.

Wenn die Herstellung noch gentechnisch im Ausland erfolgt, so "lässt sich preislich sicherlich noch etwas mehr machen". Da Vitamin C zum Beispiel auch in Äpfeln vorkommt, ist zu testen, ob der Calvados vielleicht dem Apfelkorn vorzuziehen ist.

Die höchsten Vitamin C-Mengen kommen bedauerlicherweise in Hagebutten und im Sanddorn vor, und die passen nun wirklich nicht zum Bier.

Der Autor hat aber als Ausweg den Meerrettich (frisch in geringen Mengen über geräucherten Stör raspeln) gefunden; ebenfalls die Petersilie (leicht auf eine Lachscrèmesuppe streuen) und den Grünkohl (mit Brägenwurst, manche ziehen allerdings Pinkel vor) oder Rosenkohl (in der Pfanne zusammen mit Thymian scharf angebraten) und neben einem Ribeye Steak (leicht mit frischem Knoblauch abgerieben) angerichtet. Um den Effekt zu erhöhen, können im letzten Fall zusätzlich Rösti gereicht werden, die mit (frischer) Petersilie bestreut wurden.

 

Vitamin D

Die Vitamine D1 bis D7 kommen in der Natur vor oder werden wenigstens schon synthetisiert. So sollten Ergosterin oder 7-Dehydrocholesterin Sonnen bestrahlt und so zu D2 bzw. D3 konvertieren.

Nun produzieren wir aber unser Vitamin D in uns selbst. Zum Glück ist es deshalb kein Vitamin sondern ein Prähormon und wir sollten deshalb auf jeden Fall in der Karibik, auf Mallorca oder auf die Kanarischen Inseln fliegen, um hier mit unserer Sonne diese Synthese vorzunehmen. Das hält dann so für ca. 4 Wochen vor. Gut, nicht wahr?

Man kann diesbehuflich mit der ersten Maschine ab Düsseldorf fliegen (gegen 6.00 Uhr).

 

Vitamin E

Da Männer weniger Probleme mit Niederkünften (höchstens mit Einkünften) und auch keine selbigen mit Gebären haben, ist diese Vitamingruppe nicht von sehr hoher Relevanz. Da diese Tocopherole nur geringe Toxizität zeigen, preiswert hergestellt werden können, werden wir damit fast zugehäuft. Falls Sie einmal geringe Dosen abgekommen wollen, dann essen Sie Steinpilze (frische, leicht in Butter geschwenkt und getrocknete langsam in Gulyás einrühren, der wie folgt präpariert werden muss:

Rumpsteaks mit Fettkante kaufen, die Fettkante abschneiden und zusammen mit einem Lorbeerblatt in einem Bräter zergehen lassen. Das Lorbeerblatt entfernen und das Gulyás scharf anbraten. Hiernach das Fleisch herausnehmen und die doppelte Menge Zwiebeln langsam einköcheln. Den Rückstand mit etwas Rotwein, mindestens einer halben Flasche Tokaj Aszú ablöschen. Nicht salzen! Nun das Gulyás hinzufügen und bei geschlossenem Deckel 1 Stunde ziehen lassen. Ab und an Eisstücke auf den Deckel legen.

Hiernach mit Rosenpaprika abschmecken und nicht zuwenig Crème fraîche unterheben. Nun die Steinpilze zugeben und noch eine halbe Stunde ziehen lassen. Während dieser Zeit ein Stoffbeutelchen mit Lorbeeren, Nelken, viel Kümmel und Piment mitziehen lassen. Vor dem Servieren mit frischen Paprikas, geviertelten Zwiebeln und zerstampften Tomaten versetzen. Eine Handvoll Karotten zufügen und mit halb gekochten Kartoffeln versetzen. Ganz zum Schluss feingehackte Knoblauchzehen einrühren. Nun so lange kochen, bis die Kartoffeln kurz über den al dente-Punkt weg sind. Jetzt schnell servieren.

Man sieht, es ist ganz einfach. Infolge der - geschickter Weise - erfolgten Kartoffelzugabe, muss dieses Gericht zeitnah verspeist werden.

Man kann auch Paradeiser (da ist eigentlich gar nichts drin) essen. Kabeljau (im Wurzelsud mit Senfsauce) geht ebenfalls, wenn Pommes gratiné dazu gereicht werden. Und trinken kann man Milch, was der Autor nicht rät. Er empfiehlt den gleichen Tokajer, der sich schon der Sauce befindet. Also keinen Schund verwenden. Prächtig machen sich auch der Burgunder, Brolios und mittlerweile sogar die Roten von der Ahr und auch Assmannshäuser sind schon länger im Rennen.

 

Vitamin K

Die Coliflora des menschlichen Darms synthetisiert Vitamin K. Deshalb ist es wichtig, was der Autor immer schon sagte, dafür zu sorgen, dass der Mensch eine wohlausgewogene Kost erhält.

Natürlich frischeste Ware von feinstem Geschmack, da z.B. Vitamin K2 in Mengen in faulendem Fisch entsteht und unsere Colis ja dann eigentlich überflüssig wären. Und wir wollen noch nicht, dass sie träge werden.

Als Kost eignen sich Homard thermidor oder auch à la parisienne, Langusten mit Sauce hollandaise, Tatar mit Kapern und Cognac angemacht, Prager Schinken mit Serviettenknödel, Eisbein mit Sauerkraut, Piccata Milanese, Tempura, Spargel mit Sauce hollandaise und Flädle als Beilage zu einer Dorade usw. usw.

 

Vollwertkost

Das ist der Renner auf dem heutigen Lebensmittelmarkt. Der Grund dafür liegt darin, dass niemand genau weiß, was das eigentlich ist. Und diejenigen, die glauben, dass sie es wissen, was das ist, die irren zumeist.

So verträgt der Mensch eigentlich nur Hafer in roher Form. Da er aber nicht über den Verdauungstrakt eines Wiederkäuers verfügt, hat er natürlich Probleme - aber ganz heftige.

Weizen, Roggen und Mais nehmen die meisten ohnehin nur in der halbsynthetischen Form der bekannten Cerealien zu sich. Dann aber auch mit fast allen Produkten besprüht, die die chemische Industrie liefert. Warum gucken die Körneresser unter uns Menschen eigentlich immer so gequält? Gibt es dort Darmprobleme?

Der Autor empfiehlt z.B. Manso Brasato al Barolo mit Polenta. Hier liegt der Mais in leichter verdaulicher Form vor. Oder Gänsebraten mit Kastanienfüllung und Kartoffelknödeln (darauf achten, dass die Kastanien erst später zugegeben werden, damit sie vollwertig bleiben).

Pillekuchen und Reibekuchen mit Rübenkraut. Es sollten aber zwei/drei Sonnenblumenkerne übergestreut werden. Auch Paëlla, Ensalada andaluza, Chicorée, gratiniert mit Tilililijha, können empfohlen werden (siehe den Trick mit den Sonnenblumenkörnern).

So, nachdem Sie nun genau Bescheid wissen, wünscht Ihnen der Autor schöne, appetitliche, geschmackvolle, schadstofffreie und gemütliche Düsseldorfer Abende.

 

Wurst

Hier kann nicht viel berichtet werden, unterliegen doch Wurstwaren häufig einer strikten Geheimhaltung in der Produktion.

Das ist sehr Schade, haben hierdurch die Käufer keine Einblicke in die Interessantesten Herstellungs- und Anwendungsverfahren.

Böse Zungen behaupten, dies sei unbedingt auch gut, ließe sich nicht erwurschten, sollte dem Verzehrer aber nicht wurst sein.

 

Zucker

Hiervon gibt es einfach zu viele.

Deshalb unbedingt nur die notwendige Menge des notwendigen Zuckers einnehmen. Hierzu frage man seinen Körper und über den Arzt die Zuckerwerte ab. Und dann, unbedingt daran halten.

Wein ist nicht unbedingt der richtige Zuckerlieferant. Ebenso auch nicht Gummibärchen und manche Biere.

 

Konklusion

Niemals Diätrichtlinien folgen. Nur eines gilt leider: weniger!