KulturKreis Duesseldorf
KulturKreis Duesseldorf
Selbst auf Kanaldeckeln sieht man ihn, den Radschläger.


Düsseldorf – Stadt der Hypes - Hype City? Nein, US-amerikanische Reiseagenturen haben jetzt festgestellt:

 

Düsseldorf ist ein Cultural Hub

 

Wurde auch Zeit. Man schaue sich einmal an, was das „kleine“ Düsseldorf an Kulturangeboten bietet. Aber auch an spezifischen Wiedererkennungsmerkmalen - an Wahrzeichen.

Wilhelm-Marx-Haus

Die meisten Städte in Deutschland verfügen über ein bekanntes Wahrzeichen. So natürlich auch Düsseldorf. Eines?

Woran denken Besucher Düsseldorfs?

 

Radschläger, Schlossturm, Schiefer Turm - Lambertus, Kö, Gehry-Bauten,  Rheinturm, Dreischeibenhaus usw. usw. 

 


Nach heutiger Schreib- und Lesart sind sie alle HYPES. Allerdings, hier in Düsseldorf sind sie es dauerhaft.

Nun kann man nicht immer zu allen Zeiten und an allen Orten auf alle diese Einmaligkeiten hinweisen.

Ist das Düsseldorfs Vorteil? Kennen doch mittlerweile alle Besucher Düsseldorfs diese Pfründe. Müssen alle diese Besonderheiten auf eine reduziert werden?

Rheinfront, Abendstimmung

Woran denkt der Reisende, der Tourist? Woran erinnert er sich?


Aachen = Dom, Bayreuth = Festspiele, Köln = Dom, München = Hofbräuhaus, Oberammergau = Passionsspiele

 

Rheinturm und Gehry-Bauten

Gleiches gilt auch für Weltmetropolen.


Berlin = Brandenburger Tor, Dubai = Burj Al Arab, London = Tower, Paris = EiffelturmPisa = Schiefer Turm,  Moskau = Kreml, New York = Freiheitsstatue, Sydney = Oper?

 

Nur Düsseldorf steht einsam und alleine mit all seinen vielen einzigartigen Wahrzeichen. Da. braucht man da doch Mythen und Legenden? Nein, sicherlich nicht. Aber eines fehlt. Nämlich eine durchschlagende, schnell erfassbare, einmalige, ästhetische, bemerkenswerte und blitzschnell einprägsame Marke.Und diese wird es vielleicht bald geben. Der Düsseldorfer OB, Dirk Elbers, hat sie in Auftrag gegeben. Den Radschläger hat Düsseldorf ja schon. Sehr lange schon.

 


Rathaus im Winter

Alles an Düsseldorf weckt anscheinend Neid. Gert Kaiser, ehemaliger Rektor der Heinrich-Heine-Universität, stellt treffend fest:


„Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt“.


Auch seine trefflich Aussage: Düsseldorf habe keinen Mythos, wurde vom jetzigen Rektor, Michael Piper, in seine Neujahransprache bekräftigt.


Braucht Düsseldorf einen Mythos? Muss sich Düsseldorf in Erinnerungen vergehen? Nein, wäre zwar schön, verführt aber leicht zum rückblickenden Stillstand. Düsseldorf ist anders! Düsseldorf erinnert sich sehr wohl, vergisst darüber aber nicht das Wichtigste überhaupt – der Blick nach vorn. Rückwärtsblickend vorwärts schauen.


Interessant ist die Ausführung in WIKIPEDIA:

St. Lambertus und Schlossturm

Ein Mythos ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung, mit der Menschen und Kulturen ihr Welt- und Selbstverständnis zum Ausdruck bringen.

 

Von Mythen und Legenden beseelt, lebt man zurückgezogen in der Vergangenheit.


Aachen = Karl der Große, Bremen = StadtmusikantenHameln = Rattenfänger, Köln = Heinzelmännchen,


Und viele denken: „Nur weil andere es finanzieren!“

 

Düsseldorfs Mythos ist der Neid anderer.

Tonhalle

Düsseldorf bringt bisher nicht zum Ausdruck was zum Ausdruck gebracht werden müsste und auch könnte.

Werbeagenturen stellen Düsseldorf dar, Düsseldorfer Heimatvereine leben Düsseldorf.

 

AGD, Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat und Bürgervereine,


Alde Düsseldorfer, Düsseldorfer Jonges, Heine Kreis, Düsseldorfer Weiter, IKiD e. V.,  Jour fixe für Düsseldorf

Düsseldorf lässt seine Besucher erleben, was sie anderorts nicht können. Unvoreingenommen und unbeeinflusst, just das sehen, bemerken und genießen, was tatsächlich da ist. Und dies sogar gegen einige wenige, die Düsseldorf auf eine alleinige Einkaufsstadt reduzieren wollen.

Düsseldorf ist eine vielseitige Stadt – eine Kulturmetropole fußend auf allen Kulturbereichen, eben ein Cultural Hub.

 

Mythologische Rückblicke benötigt Düsseldorf daher auch nicht, ist Düsseldorf doch mit seiner Gegenwart beschäftigt und nicht mit seinen Rückblicken. Und wie!!

Abendstimmung

An den Baumaßnahmen, ausschließlich der Verschönerung und besseren Verkehrsführung, sieht man den Weg Düsseldorfs nach vorne.

Die Kö wächst zusammen, Autotunnel nehmen große Verkehrsanteile auf, machen Fußgängerzonen Platz, neue Wohnbereiche entstehen in allen Stadtteilen auf wunderbare Weise, Industriegelände bekommen neue Gesichter, die Attraktivität für Firmenansiedlungen nimmt weiter zu und was besonders wichtig ist, das Dreischeibenhaus wird Standort für viele neu sich ansiedelnde oder sich in Düsseldorf vergrößernde Firmen.

Und bald, so hoffte man, würde die Haltestelle – Kennedy-Damm – den Namen Robert-Schumanns tragen. Es tat sich etwas.

 

Die Durchsage der Rheinbahn – VRR – lautet jetzt:

 

Kennedydamm – Musikhochschule.

 

Man schlage einmal den Takt.

 

Schade, Robert Schumann ist zu Recht weltberühmt. Aber immerhin erfährt man jetzt, dass Düsseldorf eine Musikhochschule hat. Auch schade, dass, wie das Logo zeigt, es die Robert-Schumann-Hochschule ist. Übrigens -  mit Promotionsrecht!